Treffpunkt SBN 2026 – „Gemeinsam über Grenzen hinaus“

Nordhausen – Am 10. September 2026 lud die SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH Kunden und Partner zum „Treffpunkt SBN“ ein. Unter dem diesjährigen Motto „Gemeinsam über Grenzen hinaus“ erwartete die geladenen Gäste ab 9.00 Uhr auf dem Betriebsgelände am Industrieweg ein abwechslungsreiches Programm mit interessanten Begegnungen, spannenden Vorträgen und aktuellen Einblicken in die verschiedenen Bereiche des Unternehmens. Im Mittelpunkt standen dabei innovative Ansätze und digitale Lösungen, die bereits heute die Arbeitswelt und Prozesse in den Branchen Bergbau, Stahlbau und Anlagentechnik sowie Maschinenbau verändern und künftig weiter prägen werden.  

Begrüßt wurden die Gäste von SCHACHTBAU Geschäftsführer Thomas Stäter, der die aktuelle Situation des Unternehmens darlegte. So gehört es seit mittlerweile 127 Jahren zur Geschichte von Schachtbau, auf veränderte Rahmenbedingungen zu reagieren und das Geschäftsmodell konsequent anzupassen und weiterzuentwickeln. Auch in den vergangenen 2 Jahren wurde das notwendig, da der internationale Wettbewerbs- und Preisdruck im Maschinenbau ein Niveau erreicht hat, das in diesem Bereich zu grundlegenden Veränderungen zwang.  

Die Zugehörigkeit zum Unternehmen SCHACHTBAU, mit all seinen anderen Bereichen, ermöglichte es jedoch, den Großteil der Mitarbeiter in andere Bereiche des Unternehmens zu integrieren, insbesondere den derzeit sehr gut laufenden Stahlbrückenbau, und damit vom florierenden Infrastrukturmarkt zu profitieren. 

Anerkennend führt Thomas Stäter weiter aus: „Die Gesamtentwicklung unseres Unternehmens in dieser ausgesprochen intensiven Phase der vergangenen zwei Jahre kann sich durchaus sehen lassen. Betrachtet man die gesamte SCHACHTBAU Gruppe, so werden wir unsere Leistung innerhalb dieser zwei Jahre von rund 160 Millionen Euro auf etwa 200 Millionen Euro gesteigert haben. Die gleichzeitig sehr erfreulichen Ergebnisse bilden die Grundlage dafür, die umfangreichen Investitionen in die Reorganisation und Weiterentwicklung des Unternehmens überhaupt leisten zu können. Davon profitiert zum einen das Unternehmen, aber ebenso die Mitarbeiter, deren Arbeitsbedingungen wir damit kontinuierlich verbessern und modernisieren.“  

Auch die Mitarbeiterbilanz fällt unter dem Gesichtspunkt der Arbeitsplatzsicherung positiv aus. Vor zwei Jahren beschäftigte die gesamte SCHACHTBAU Gruppe etwas mehr als 1.000 Mitarbeiter. Heute liegt die Beschäftigtenzahl trotz aller beschriebenen Veränderungen nur geringfügig unter diesem Niveau. Zu dieser Entwicklung hat nicht nur der bereits erwähnte Aufschwung im Stahlbrückenbau beigetragen, sondern auch der konsequente Ausbau der Bergbauaktivitäten im In- und Ausland, insbesondere in Kasachstan. Ebenso leistet die Anlagentechnik einen wichtigen Beitrag zum Unternehmenserfolg. Der Bereich konzentriert sich konsequent auf den Wasser- und Abwassersektor mit all seinen Facetten, baut seine Marktposition kontinuierlich aus und überzeugt ebenfalls durch eine stabile Leistungs- und Ergebnisentwicklung.

„So können wir heute tatsächlich von drei sehr starken und stabilen Säulen sprechen, auf denen unser Unternehmen ruht. Entsprechend erfreulich entwickelte sich auch unser Auftragsbestand, der mittlerweile auf mehr als 300 Millionen Euro angewachsen ist. Alles in allem darf ich Ihnen somit heute von einer sehr erfreulichen Entwicklung unseres Unternehmens berichten. Darum sind wir auch sehr stolz auf unser Unternehmen. Ganz besonders auf unsere Mitarbeiter, die sich ihren Realitätssinn bewahrt, die Notwendigkeiten erkannt und die erforderlichen Veränderungen mitgetragen haben und dies bis heute tun!“ resümierte Thomas Stäter, bevor er das Wort an die Bereichsleiter übergab. 

Den Auftakt der Fachvorträge machte der Bereich Stahlbau mit den Referenten Sebastian Max von der DEGES und SCHACHTBAU Bereichsleiter Frank Malchau, die über das gemeinsame Projekt „Instandsetzung der Weserstrombrücke im Zuge der A1“ in Bremen berichteten. Diese Brücke setzen die Stahlbauer seit August 2025 grundlegend instand. Von fahrbaren Arbeitsgerüsten aus wird die Demontage und anschließend die Montage der südlichen Randkappe inklusive äußerer Verstärkungsmaßnahmen auf einer Länge von 280m ausgeführt. Auch im Inneren der Brückenhohlkästen erfolgen umfangreiche Verstärkungsmaßnahmen. Die vielfältigen Einsatzbereiche von SCHACHTBAU zeigten sich anschließend auch im Bereich Anlagentechnik, der ebenso wie der Stahlbau derzeit in verschiedenen Regionen Deutschlands aktiv ist. Im folgenden Fachvortrag stellte Bereichsleiter Kay Exel seinen Bereich und mit der vierten Reinigungsstufe auch ein wichtiges Trendthema der Branche vor. Langfristig muss der Kläranlagen-Standard bestehend aus drei Reinigungsstufen, um eine vierte Stufe erweitert werden, mit deren Hilfe dann auch Mikropartikel aus dem Wasser gefiltert werden können. Derzeit erweitern die Anlagentechniker die Kläranlagen in Heidelberg, Schönerlinde und Ruhleben um eine weitere Reinigungsstufe. Auf diesem Gebiet waren die Schachtbauer bereits 2024 Vorreiter, als sie die Werkskläranlage von Merck in Darmstadt um eine vierte Reinigungsstufe erweitert haben. Nachdem anschließend Heiner Schmidmeier die technologischen Fähigkeiten des Maschinenbaus dargestellt hat, folgte Geschäftsführer Danny Bodenstab mit seinem Vortrag des Bereichs Bergbau. Die Bergleute von SCHACHTBAU realisieren mehrere Langzeit-Projekte im Endlagerbergwerk im Schacht Konrad in Salzgitter - mit einem langjährigen Partner sogar bereits seit 2011. Dabei sind sie nicht nur untertage tätig, bspw. bei der Auffahrung von Grubennebenräumen des Endlagers, sondern mit dem Bau des Förderturms am Schacht Konrad 2 auch übertage. Daher wartete der Vortrag nicht nur mit einzigartigen Bildern auf, sondern auch mit beeindruckenden Projekt-Kennzahlen. So wurden 25.000 m³ Ausbruchmasse produziert, 21.000 m³ Beton verbaut, 210 km Ankersicherung montiert und 500 t Stabstahlbewehrung eingebaut. Die Projekte stehen beispielhaft für die langjährige Erfahrung des Unternehmens bei anspruchsvollen Aufgaben rund um Schachtanlagen, Bergbauinfrastruktur und Spezialbauwerke. 

Ein Highlight des Programms war der Gastvortrag von Benedikt Böhm. Der Extrembergsteiger gab in seinem packenden Vortrag „Grenzen überschreiten“ Antworten auf die Fragen: Wie gelingt es, sich auf das Wesentliche zu fokussieren, um Ziele schneller zu erreichen? Gekonnt nahm er die Zuhörer dabei mit auf eine außergewöhnliche und spannende Reise und ließ sie die Grenzerfahrungen in den Bergen hautnah miterleben. Dabei spannte er eindrucksvoll den Bogen von der extremen Bergwelt – aus der sogenannten Todeszone – zur Geschäftswelt.  

Nachdem Jeffrey Hey das Schwesterunternehmen GWE GERMAN WATER and ENERGY GROUP vorgestellt hat, begaben sich die Schachtbauer Christoph Herschelmann und Christian Vollborth, die jeweils die Technischen Büros der Anlagentechnik und des Stahlbaus leiten, in einen interaktiven Dialog zu einem weiteren Schlüsselthema: Sie blickten zurück auf Erfahrungen zur Digitalisierung bei SCHACHTBAU Projekten, zeigten anschaulich Vorteile von 3D-Planung und 3D-Vermessung auf und gaben einen Ausblick auf die weitere Entwicklung bei Konstruktions- und Planungsprozessen. Gemeinsam demonstrierten sie, wie technologische Entwicklungen und Digitalisierung genutzt werden können, um Prozesse effizienter zu gestalten und neue Perspektiven für die Branche zu eröffnen.  

Natürlich bot die gesamte Veranstaltung zugleich Gelegenheit, Erfahrungen auszutauschen und gemeinsam über Entwicklungen und Herausforderungen der Zukunft zu diskutieren. Zum Abschluss hatten die Gäste zudem Gelegenheit bei Werksrundgängen durch die einzelnen Unternehmensbereiche einen direkten Einblick in die Arbeitswelt und aktuellen Projekte der SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH zu erhalten. Dabei konnten die zuvor vorgestellten Themen und Technologien unmittelbar vor Ort erlebt und im persönlichen Austausch vertieft werden. Der „Treffpunkt SBN“ etabliert sich weiter zu einer Plattform für den persönlichen Austausch mit Kunden und Geschäftspartnern. Auch 2026 steht neben den fachlichen Impulsen vor allem eines im Mittelpunkt: der direkte Dialog über aktuelle Projekte, technologische Entwicklungen und die Herausforderungen der Zukunft.

Treffpunkt SBN 2026

Ihre Ansprechpartnerin

Linda Erbsmehl
Marketing & Communications Manager

Fachpresse Schachtbau Nordhausen