Projekt

 

Talsperre Pöhl – Vorsperre Thoßfell Betoninstandsetzung der Ober- und Unterwasserseite

Die Vorsperren der Talsperre Pöhl, Thoßfell und Neuensalz dienen der Elimi-
nierung von Schadstoffen, wie Nitraten und Phosphaten, welche durch die hohe
Siedlungsdichte in den Sperrstellen eingetragen werden. Eine weitere Aufgabe
obliegt der Rückhaltung von Sedimenten. Die Vorsperren werden ständig unter
Vollstau gehalten. Eine Absenkung bzw. Entleerung wird nur bei
notwendigen Instandsetzungen vorgenommen.      
Voruntersuchungen durch das Planungsbüro ergaben erhebliche Mängel am
vorhandenen Beton (AKR Erscheinungen)
Damit war der Bauauftrag, Ersatz des Altbetons( HDW Abtrag) und Auftrag von rückverankertem, bewehrtem Spritzbeton im Bereich der Wasserwechselzonen ober- und unterwasserseitig, eindeutig beschrieben.
Bedingt durch die schlechte Zugänglichkeit, erfolgte als erste Maßnahme der Bau einer
350 m langen Baustellenzufahrt, die Herstellung einer Kranstandfläche und die Verlegung von Rohrleitungen zur Ableitung der Zuläufe aus dem Tosbecken.
Nach dem Abtrag des geschädigten Betons mittels HDW Roboter wurde eine bewehrte Spritzbetonschale mit Mikrohohlkugeln aufgespritzt. Dabei erfolgte auch die Ausbildung der Bauwerksfugen, die anschließend mit einem Kompressionsprofil verschlossen wurden.
 

 

Talsperre_Poehl1

Talsperre_Poehl

 

Talsperre_Poehl2

 

 

 

Ahrtalbrücke BAB A 61 Instandsetzung der Brückenuntersichten und -unterbauten

Auf einer Höhe von maximal 54m überquert die BAB 61 das Ahrtal. Die als Durchlaufträger konzipierten Überbauten je Richtungsfahrbahn aus dem Jahr 1976 sind 1521m lang und bestehen aus 22 Feldern mit Einzellängen von 45m – 106m.
Betonausbruchstellen mit freiliegender Bewehrung, freiliegende Spannglieder, Kiesnester und Risse an den Koppelfugen prägten das Schadensbild.
Zur Sicherstellung des Verkehrsraumes unterhalb der Brücke waren alle Betonfehlstellen zu beseitigen. Durch Entgraten der vorhandenen Brettstruktur und einer anschließenden Schutzbeschichtung der Außenflächen der Überbauten und Pfeilerköpfe sollte dem Bauwerk die nötige Dauerhaftigkeit verliehen werden.
Die Instandsetzung der Pfeiler und Widerlager erfolgte von Standgerüsten mit Schutznetzen. Im Bereich der Pfeilerschäfte wurden die Betonerhaltungsmaßnahmen auf schadhafte Stellen begrenzt.
Das Aufbringen einer OS C-Beschichtung wurde nur an den oberen 6m der Pfeilerköpfe veranlasst.
Die Instandsetzung der Überbauten erfolgte von 2 verfahrbaren, wasser- und winddichten Hänge-gerüsten aus.
Arbeitsgänge:
-Schadstellen freistemmen, Schalungsanker entfernen  
-Demontage der Brückenentwässerung                        
-Brettstrukur abschleifen u. HDW Strahlen bis 1000 bar -
-Reprofilierung der Einzelschadstellen
-Instandsetzung der Pfeilerköpfe          
-Aufbringen einer OS C-Beschichtung auf Brückenunterseite, Widerlager und Pfeilerköpfe
-Aufbringen OS B-Beschichtung an Kappen
-Montage der Brückenentwässerung                             
 
Hauptmassen
Im Zuge der Instandsetzungsmaßnahmen wurden ca. 100.000 m² Betonoberfläche untersucht:
Leistung: 71.600 m² OS-C; 5.000 m² OS-B; 990 m² Einzelschadstellen reprofilieren; 500 m Brückenentwässerung bis Hauptleitung erneuern; 167 Stk. Entwässerungsstutzen strahlen und Korrosionsschutz aufbringen
Material: 486 t Feinspachtel; 20.800 l Beschichtungsstoff;160 t Strahlmittel; 97 t Spritzbeton; 75 t Grobmörtel
 
Ahrtalbruecke Ahrtalbruecke1
Ahrtalbruecke2

 

 

 

Rheinbrücke Leverkusen BAB A 1- Verstärkungsmaßnahmen des Überbaus
 
Das oben genannte Straßenbrücken-Bauwerk überführt die  Bundesautobahn A1 bei km 406,793 über den Rhein. Die eigentliche Stahlbrücke ist als ca. 700m lange Schrägseilbrücke mit zwei Hohlkästen und orthotroper Fahrbahnplatte  ausgestattet.
Nach der Feststellung von Kehl-Nahtrissen zwischen den Längsrippen und dem Fahrbahnblech wurde durch den Bauherrn eine Überprüfung der bestehenden Brückenstatik durchgeführt. Die Untersuchungen ergaben, dass an verschiedenen Bauteilen z.T. erhebliche Überschreitungen der zulässigen Spannung vorlagen und die erforderlichen Beulsicherheiten lokal nicht erreicht wurden. Das führte zur Beauftragung von verschiedenen Verstärkungsmaßnahmen


 Durch abschnittsweise, zusätzlich eingeschweißte T-Steifen auf den bestehenden Bodenblech-Längsträger  und durch, abschnittsweise, Halbierung der bestehenden Beulfelder durch den Einbau zusätzlicher T-Steifen, an den Steg des Hohlkasten wurden den bekannten Defiziten des Bauwerkes entgegen gewirkt.  
Außerdem wurden durch die Mitarbeiter der SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH in diesem Zusammenhang die weiteren folgenden Eigenleistungen ausgeführt:
 
·         Komplette Ausführungsplanung nach Regeldetails des Tragwerksplaners
·         Abschnittsweise Verstärkungsmaßnahmen im Bereich Deckblech-Untersicht
·         Verstärkungsmaßnahmen im Bereich Auflager-Scheiben des Hohlkastens
·         Herstellung von zusätzlichen Brückenausstiegen im Bereich der Brückenpfeiler
·         Herstellung von Begehanlagen im Bereich der Brückenpfeiler-Köpfe
·         Schweißnahtinstandsetzung Verbindungsnähte Längsträger- Deckblech orthotrope Fahrbahn
·         Halbierung der bestehenden Beulfelder durch den Einbau zusätzlicher T-Steifen
 
Massen:           Baustahl S355J2+N ca. 220 to
Montageart:     Schweißmontage MAG 136
Rheinbruecke_Leverkusen Rheinbruecke_Leverkusen1
Rheinbruecke_Leverkusen2
 
 
 
 

THE SQUAIRE FRANKFURT – Tragwerksertüchtigung und Schweißnahtsanierung

An der größten kontinentalen Drehscheibe des internationalen Luftverkehrs direkt über dem ICE
Fernbahnhof entstehen die mobilsten Arbeitsplätze unserer Zeit – THE SQUAIRE-Center Frankfurt.
Das Gebäude liegt direkt zwischen der B 43 und BAB A 3. Der 1999 fertiggestellte Fernbahnhof war
für eine Überbauung mit 5 Stockwerken konzipiert.
Nach der aktuellen Planung ergab sich jedoch  eine Überbauung von 9 Stockwerken. Aus diesem Grund
mussten die sog. Fischbauchträger oberhalb der Stützen verstärkt werden.
Ziel des Instandsetzungskonzeptes
Um die Tragfähigkeit der Stahlkonstruktion zu erhöhen, war es notwendig fehlerhafte Schweißnähte zu
sanieren und in den Knotenpunkten zur Ertüchtigung neue Stahlbleche einzuschweißen.
Instandsetzung
Nach Entfernung der Brandschutzverkleidung der Tragkonstruktion im Fischbauchträger kam es zur
Untersuchung sämtlicher Schweißnähte. Fehlerhafte Nähte wurden ausgefugt, ausgebrannt oder
ausgeschliffen und neu verschweißt. Die einzubauenden Konstruktionselemente bestanden aus
Blechen bis 100 mm Stärke und Einzelgewichten bis zu 800 kg. Bedingt durch die hohen Einzellasten
mussten alle einzubauenden Stahlteile über Kettenzüge und selbstkonstruierte Transportwagen an
ihren Bestimmungsort gebracht werden. Zum Einbau war das Vorwärmen der massiven Stahlteile
auf 120°C bis 150°C notwendig, z.T. wurden bis zu 60 Raupen pro Naht gezogen. Die entstehenden
Schweißgase konnten über aufwändige Absauganlagen nach draußen geführt werden. Auf Grund
der Aufrechterhaltung des Bahnhofbetriebes und der zeitgleichen Abschaltung der Rauchgasmelder
war jeder Schweißarbeitsplatz rund um die Uhr mit einem Brandposten zu besetzen.
Hauptmassen
Insgesamt wurden ca. 100 t Stahl eingebaut und ca. 25 t Schweißdraht verarbeitet.
Die Gesamtmaßnahme lief im 2-Schicht-Betrieb mit dem Einsatz von 22 Schweißer, 22 Brandposten
und 8 Schlossern. Zum Teil waren bis zu 10 Schweißarbeitsplätze pro Schicht parallel in Betrieb.
Für die Absaugung wurden bis zu 350 m Luttenleitung gleichzeitig verlegt werden. Die Gas- und
Sauerstoffschläuche hatten eine Gesamtlänge von ca. 2.500 m.
 
Sqaire_Frankfurt Squaire_Frankfurt1
 Sqaire_Frank2  Squaire_Fra2

 

Squaire_Frankfurt3

 

 

 

Einbau neuer bewehrter Spritzbetongewölbeschalen für Eisenbahnüberführungen in Erkrath

Der Bereich Rekonstruktion der SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH erhielt im Zuge der Instandsetzungsmaßnahme an der Bahnstrecke Mettmann- Düsseldorf von der REGIO-Bahn GmbH den Auftrag zur Ertüchtigung von zwei Gewölbedurchlässen in Erkrath (EÜ Metzkausener Strasse und Rotthäuser Weg).

Das geschädigte Mauerwerk wurde zuerst bis zu einer Tiefe von 20 cm und in jeweils einen Meter breiten Streifen herausgefräst. Im Abstand von 2 m wurden Sickerstränge eingebaut, um das durchsickernde Oberflächenwasser abzuleiten.

Ersetzt wurde das entfernte Mauerwerk durch eine zweilagige, 20 cm dicke Spritzbetonschale aus WU-Beton mit einer im Mauerwerk verankerten Bewehrung. So wurde die notwendige Standsicherheit und Wasserdichtigkeit wieder hergestellt. Insgesamt wurden 82 m³ Ziegelmauerwerk abgefräst und 340 m Injektionsschlauch zum Verpressen der einzelnen Bauabschnitte verbaut. Zur Herstellung der Spritzbetonschale wurden insgesamt 3.400 Anker, 7 t Bewehrungsstahl und 115 m³ Spritzbeton eingebaut.

Es waren umfangreiche Schutzmaßnahmen notwendig, da für die gesamte Bauzeit der Fußgänger- und Radfahrverkehr aufrecht erhalten werden mußte.

Erkrath1 Erkrath

Erkrath2 Erkrath3

 

 

 

Talsperre Pöhl - Instandsetzung der Staumauer

Vom September 2003 bis Juli 2007 erfolgte durch uns die komplexe Betoninstandsetzung der Staumauer der Talsperre Pöhl in 3 Bauabschnitten. Auftraggeber war  die Landestalsperrenverwaltung des Freistaates Sachsen (Betrieb Zwickauer Mulde/Weiße Elster).

Die Arbeiten begannen mit der Instandsetzung der Hochwasserentlastung sowie des Turbinenhauses im 1. Bauabschnitt. Nach Fertigstellung dieses ersten Bauabschnittes wurde der Bereich der Wasserwechselzone der gesamten Staumauer inklusive des Betriebsgebäudes bis Ende 2004 rekonstruiert. Dabei wurden erstmalig neue Technologien, wie z.B. das robotergestützte Hochdruckwasserstrahlen von einem Konsolgerüst sowie der Auftrag von Trockenspritzbeton unter Zugabe von Mikrohohlkugeln sowie einer Gesteinskörnung von 16 mm Durchmesser durchgeführt.

Im Zeitraum Juli 2006 bis Juli 2007 erfolgte dann schließlich die Instandsetzung der kompletten luftseitigen Staumauer sowie die Erneuerung der Aluminium-Glasfassade inklusive der Stirnseite des Maschinenhauses.

Insgesamt wurde mehr als 11.800 m² Betonfläche bis zu 20 cm tief abgetragen und durch bewehrten Spritzbeton mit besonderen Eigenschaften in einer Dicke bis zu 25 cm ersetzt. 134,5 t Baustahlmatten wurden mit ca. 63.000 Ankern an der Bauwerksfläche befestigt. Die Ausbildung der Fugen wurden 2,5 km dauerelastische Kompressionsdichtprofile verbaut.

TS_Poehl1 TS_Poehl2

 

TS_Poehl3
TS_Poehl4

 

 

 

 

Südbrücke Düsseldorf

Im Mai 2004 erhielt die SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH den Auftrag zur Ertüchtigung der Südbrücke Düsseldorf-Neuss, die während der Bauzeit in Josef-Kardinal-Frings-Brücke umbenannt wurde.

Das Bauwerk besteht aus 3 Teilbauwerken: zum einen aus der Strombrücke über den Rhein und zum anderen aus den Vorlandbrücken Seite Neuss und Seite Düsseldorf.

Innerhalb von 3 Jahren wurden 220 t T-Profile und HEA-Profile zur Verstärkung in den Hohlkästen der Strombrücke eingebaut. Dabei mußten ca. 20 km Schweißnähte realisiert werden. Die Vorlandbrücke wurde durch Einschrauben von Winkelprofilen am Haupt- und Querträger verstärkt. Zur Erleichterung der Kontroll- und Brückenhauptprüfungen erfolgte die Nachrüstung einer Wartungsbühne über das gesamte 800 m lange Bauwerk. 4.000 m² Gitterroste mußten dafür verlegt werden.

Parallel zu den Ertüchtigungsmaßnahmen unterhalb der Fahrbahn wurden die Fahrbahnübergänge instand gesetzt und die gesamte Brücke mit 1.600 m Leitplanken nachgerüstet sowie die Geländer auf 1,20 m erhöht. Die Realisierung aller Arbeiten erfolgte unter laufendem Verkehr.

Suedbruecke_Duesseldorf
Suedbruecke_Duesseldorf1